Hangelar, heute ein Stadtteil von Sankt Augustin, liegt verkehrsgünstig zwischen Bonn und Siegburg an der Bundesstraße 56. Die Ortschaft zählt rund 10.000 Einwohnerinnen und Einwohner und gehört seit der kommunalen Neuordnung 1969 zur Stadt Sankt Augustin.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Hangelar im Jahr 1314. Damals tauchte der Name in einer Schwarzrheindorfer Urkunde auf, in der ein „Johannes de Hangelare“ genannt ist. In den folgenden Jahrhunderten blieb das Dorf klein, war aber durch Landwirtschaft und Waldwirtschaft eng mit der Abtei Vilich verbunden. Noch heute erinnern Flurnamen und alte Straßenbezeichnungen – etwa die Burbankstraße – an diese Zeit.
Eine Karte aus dem späten 17. Jahrhundert zeigt Hangelar mit rund 14 Häusern entlang der damaligen Reichsstraße Bonn–Siegburg. Erst im 19. Jahrhundert begann die Ortschaft spürbar zu wachsen. 1820 wurde Hangelar Teil der Bürgermeisterei Menden, 1830 lebten hier bereits über 300 Menschen. Mit dem Aufbau kleiner Industriebetriebe und dem Eisenbahnanschluss um 1900 setzte eine Phase wirtschaftlicher Entwicklung ein.
