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360° Bilder der Kirche aussen 360° Bilder der Kirche aussen

Pfarrkirche St. Anna – Hangelar

Die Geschichte der Pfarrkirche St. Anna reicht bis in das Jahr 1898 zurück, als die erste Kirche der Hangelarer Gemeinde geweiht wurde. Der neugotische Bau war für das damalige Dorf außergewöhnlich prachtvoll. Nach dem Abriss 1972 fanden verschiedene Kunstwerke der alten Kirche im Neubau ihren Platz wieder. Zu den kostbaren Ausstattungsstücken zählen unter anderem eine spätgotische Anna-Selbdritt-Gruppe aus Italien, ein neugotischer Taufstein mit Messinghaube, ein kunstvoll gearbeitetes Reliquiar sowie Teile der expressionistischen Verglasung. Im Eingangsbereich erinnert ein großes Holzkreuz mit Darstellungen der Leidenswerkzeuge Christi an den alten Kirchplatz.

Hangelar, heute ein Stadtteil von Sankt Augustin, liegt verkehrsgünstig zwischen Bonn und Siegburg an der Bundesstraße 56. Die Ortschaft zählt rund 10.000 Einwohnerinnen und Einwohner und gehört seit der kommunalen Neuordnung 1969 zur Stadt Sankt Augustin.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Hangelar im Jahr 1314. Damals tauchte der Name in einer Schwarzrheindorfer Urkunde auf, in der ein „Johannes de Hangelare“ genannt ist. In den folgenden Jahrhunderten blieb das Dorf klein, war aber durch Landwirtschaft und Waldwirtschaft eng mit der Abtei Vilich verbunden. Noch heute erinnern Flurnamen und alte Straßenbezeichnungen – etwa die Burbankstraße – an diese Zeit.

Eine Karte aus dem späten 17. Jahrhundert zeigt Hangelar mit rund 14 Häusern entlang der damaligen Reichsstraße Bonn–Siegburg. Erst im 19. Jahrhundert begann die Ortschaft spürbar zu wachsen. 1820 wurde Hangelar Teil der Bürgermeisterei Menden, 1830 lebten hier bereits über 300 Menschen. Mit dem Aufbau kleiner Industriebetriebe und dem Eisenbahnanschluss um 1900 setzte eine Phase wirtschaftlicher Entwicklung ein.

Um die Jahrhundertwende prägte insbesondere die Tonverarbeitung das wirtschaftliche Leben Hangelars. Firmen wie die „Bonner Verblendstein- und Tonwarenfabriken AG“ beschäftigten bis zu 100 Arbeiter und gaben dem Ort ein neues Gesicht. Zwischen 1900 und 1950 vervielfachte sich die Bevölkerung. 1920 lebten hier etwa 1.500 Menschen, 1950 bereits 3.000 und Mitte der 1990er Jahre über 10.000.

Diese rasante Entwicklung verdankt Hangelar nicht zuletzt der Nähe zur Bundeshauptstadt Bonn sowie der hervorragenden Verkehrsanbindung.

Kirchlich gehörte Hangelar traditionell zum Kirchspiel Vilich im damaligen Dekanat Siegburg. Nach der kommunalen Neugliederung wurde die Pfarrei St. Anna 1970 dem Dekanat Siegburg zugeordnet und ist heute Teil des Seelsorgebereichs Sankt Augustin im Kreisdekanat Rhein-Sieg.

1910 fertiggestellt als Opus 439 (II/12) von Orgelbau Johannes Klais (Bonn)
1959 Umdisponierung durch Orgelbau Theo Strunck
1973 Erweiterung durch Orgelbau Verschueren (Ittervoort, NL)
1989 technischer Neubau und Erweiterung als Opus 1687 von Orgelbau Hans Gerd Klais (Bonn)
2025 Sanierung der Elektrosicherheit und Einbau einer Setzeranlage

Disposition

I. Hauptwerk C-g‘‘‘
Prinzipal 8‘ 2)
Flauto 8‘ 1)
Oktave 4‘ halb 2)
Traversflöte 4‘ 3)
Quinte 2 2/3‘ 2)
Superoktave 2‘ 3)
Larigot 1 1/3‘ 2)
Mixtur 4f 3)
Trompete 8‘ 2)
Vox humana 8‘ 2)
Tremulant
II-I

II. Schwellwerk C-g‘‘‘
Gamba 8‘ 3)
Thalia‘s Finest‘ 8‘ 1)
Gedackt 8‘ 1)
Gemshorn 4‘ 3)
Rohrflöte 4‘ 3)
Nazard 2 2/3‘ 1)
Waldflöte 2‘ 2)
Terz 1 1/3‘ 2)
Scharff 4f 3)
Oboe 8‘ 3)
Tremulant

Pedal C-f‘
Subbass 16‘ 1)
Oktavbass 8‘ 2)
Gedacktbass 8‘ 2)
Choralbass 4‘ 2)
Fagott 16‘ 3)
Trompete 8‘ 3)
I-P
II-P

 

 

 

  • Cymbelstern
  • Kuckuck
  • Nachtigall
  • Setzeranlage mit 10 Benutzer-Ebenen
    mit jeweils 46 Ebenen x 8 Bänken (A-H) x 8 Setzerplätzen (1-8)

1) 1910 Klais, Bonn, Kegelladen
2) 1971 Renovierung und Erweiterung durch Verschueren
3) 1990 Umbau auf mechanische Spieltraktur, Schleifwindladen, elektrische Registertraktur durch Klais, Bonn