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Menden und Mülldorf in alten Bildern

Bild aus der Veranstaltung
Datum:
20. Sept. 2026
Von:
Erich Pötz; Kolpingsfamilie Sankt Augustin

Bilder-Vortrag im Kolpingraum

Etwa 30 Personen verfolgten hochinteressiert am 16. September im Kolpingraum dem Bilder-Vortrag von Werner Quadt zur Vergangenheit und Gegenwart von Menden und Mülldorf. 
Zuerst ging er die Einwohnerzahlen der beiden Stadtteile ein. Jahrhundertelang wiesen sie nur geringe Schwankungen auf. Erst im Zuge der industriellen Revolution und besonders nach dem zweiten Weltkrieg stiegen sie sprunghaft an. Das fand seinen Niederschlag in der räumlichen Ausdehnung der Siedlungen auf dem Sankt Augustiner Stadtgebiet. Lagen bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts die einzelnen Orte wie kleine Inseln innerhalb weiter Freiflächen, so begann sich nach 1870 der Siedlungsraum immer mehr zu verdichten. Im Bereich der heute so wichtigen Kreuzung am Zentrum Sankt Augustins erstreckten sich vor 200 Jahren freie, landwirtschaftlich genutzte Flächen. Die Kreuzung war damals nur ein Zusammentreffen von Feldwegen mit der Verbindung von Bonn nach Siegburg. Anschließend dokumentierte Herr Quadt diese Entwicklung durch den Vergleich von alten und aktuellen Karten bzw. Luftbildern konkret für die Menden und Mülldorf. Reihten sich über lange Zeiträume die einzelnen Gebäude nur an zwei oder drei Straßen wie eine Perlenschnur aneinander, so kamen am Ende des 19. Jahrhunderts einzelne neue bebaute Straßenzüge und Siedlungen hinzu, bevor die Bebauung nach dem zweiten Weltkrieg sprunghaft expandierte.
Breiten Raum nahm danach die Vorstellung markanter Mendener und Mülldorfer Gebäudekomplexe ein. Es wurden alte Bilder gezeigt und ihnen, in gleicher Perspektive, der heutige Zustand gegenübergestellt. In vielen Besuchern des Vortrages wurden Erinnerungen an frühere Zeiten geweckt. Eine Anregung aus den Gesprächen will die Kolpingsfamilie Sankt Augustin aufgreifen und im kommenden Halbjahr an einem Abend alte Filme vom gesellschaftlichen Leben in Mülldorf zeigen. Wer dazu noch Filmaufnahmen oder Bilder besitzt, kann sich bei der Kolpingsfamilie oder beim Stadtarchiv melden.